Partnertausch


Bei einem Partnertausch handelt es sich um eine Tätigkeit der Sexkontakte, wo zwei Paare, deren Partner in einer festen Bindung leben, die Sexpartner tauschen. Bei mehr als vier Leuten, oder wenn garkeine Lebenspartner mitmischen, spricht man von Gang Bang. Bei weniger als zwei Liebespaaren, d. h. bei drei Leuten, ist umgangssprachlich von einem Flotten Dreier die Rede.

Der Partnertausch wird oft in organisierter Form ausgeführt, jemand der mitmacht wird oft als Swinger betitelt. Neben kommerziellen Swingerclubs gibt es auch private Swingertreffen und Swingerpartys. Insbesondere schwierig ist es bei Swingerpartys da die Abgrenzung zwischen Orgien und Gruppensex schwierig ist.

Kontakte für einen Partnertausch



Motivation und Zielsetzung vom Partnertausch


Der Partnerwechsel kann allerlei Motivation haben (siehe auch unten). Bei vielen Paaren ist es einfach das Eingestehen gegenseitig, „es mal mit jemand anderem treiben“ bzw. Sex Kontakt zu haben. Obwohl die Mehrzahl der Menschheit sich in Träumen oder Gedanken so etwas möchte, traut sich nur ein geringer Teil, dieses bei ihrem Partner anzusprechen.

Nach Meinung von Befürwortern kann der Partnertausch neuen Elan und neue Ideen in eine bestehende Partnerschaft bringen. Eine Liebesbeziehung kann durch einen Partnerwechsel jedoch auch zerstört werden, wenn solche Gefühle wie Eifersucht nicht bewältigt werden. Außerdem wird der Partnertausch von Skeptikern, auch da wo er im gegenseitigen Einvernehmen geschieht, als eine Art Abwertung des ersten Partners gewertet. Dieser werde zum Teil nicht mehr interessant oder als ungenügend gesehen. Schließlich - so die Erklärung der Skeptikern, wie auch bei den Katholiken - verächtlich der Partnertausch alle darin vorhandenen Parteien, da sie sich primär gegenseitig als Objekt der wechselseitigen sexuellen Befriedigung und nicht als Personen mit Treue und auch Liebe wahrnehmen.

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Häufigkeit und Wandel vom Partnertausch



Häufigkeit und Wandel vom Partnertausch


Bei einer Studie die drei Jahre dauerte, am Ende der 60er Jahre zum Verhalten von wechselnden Paaren und Swingern, ging ein Professor für Anthropologie, von einer Vermehrung des Ereigniss Partnerwechsel bei 1% der Menschheit aus. Danach, insbesondere in den 70er Jahren, veränderte sich das Sexverhalten der Leute, Ausleben von Fantasien und Treue, beispielsweise gefördert durch die effektive Verhütung vor Schwangerschaften mit der Pille und ein emanzipiertes, verändertes, Verständnis vieler Damen. Zurückschauend tut Nancy Friday diesen Wandel in ihrem 1991 erschienenen Lektüre so beschreiben: How Real Life Has Changed Women's Sexual Fantasies" dieser Wandel des Verlangens und der sexuellen Fantasien der Damen im Allgemeinen, während sie das geänderte Verhalten bei Herren bereits in den 80ern im Buch „Men in Love" darstellte. Diese geänderten Optionen seine Träume und Phantasien zu erleben, zu denen laut Fridays und anderer Wissenschaften auch der Partnertausch zählt, stimmt mit der Anzahl der Erfahrungen mit Partnerwechsel oder einer Menage von 2% der ehelichen Paare 1978 auf einen Anteil von 5% der Menschheit überein. Die tatsächliche Anzahl dürfte heute weitaus höher sein, da sich seit der letzten Studie in den 80er die Anzahl der Swingerclubs und die Möglichkeiten der Kontaktaufnahme über das I-Net sehr vereinfacht haben.

Partnertausch in der Literatur



Partnertausch in der Literatur


Die Motive und verschiedenen Aspekte des Partnerwechsels kommen in der erotischen Fiktion wie auch der Literatur vor. Beispiele dafür sind in älteren Publikation zu sehen, in Shakespeares „Sommernachtstraum“ sowie bei Goethe, der sich in „Wahlverwandtschaften“ damit auseinander setzt. Später beschäftigen sich auch John Irving in „Eine Mittelgewichts Ehe“ mit dem Partnertausch als Motiv der Literatur, der nicht nur zwangsläufig eine erotische Persönlichkeit hat, sondern auch anderen Punkten, wie der Sicherung einer Freundschaft, nutzen kann.

Einen weiteren Bezug zum Thema in der Oper „Cosi fan tutte“ von Mozart, in der provozierte und unbewusste Partnertausch zum Schluss zum guten Ende führt, nicht ohne vorher durch Chaos, Zweifel und Eifersucht die Liebe der Beteiligten gegenseitig zu hinter fragen. Hier tritt, wie auch in so vielen anderen Aufführungen, ein Mittler auf, der den Partnertausch anstiftet bzw. mitgeht.

Der Italiener Matteo Bandello schrieb eine Alternative; sie wurde in den 20er vom Komponisten Pierre Maurice aus der Schweiz als Libretto zur komischen Oper "La nuit tous les chats sont gris" verwertet: zwei venezianische Frauen aus der Nachbarschaft finden heraus, dass ihre Kerle jeweils in die Dame des anderen verknallt sind. Sie arrangieren ein Rendezvous, bei dem die Kerle jeweils statt ihrer Geliebten ihre Ehefrau finden; da beide Sextreffen in einer Nacht statt finden, bemerken die Kerle den Tausch erst sehr spät. Die Oper endet aber wieder mit einer Vereinigung der Ehepaare.

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