Ficken


Das Tätigkeitswort ficken wird heutzutage als vulgärere Bezeichnung für die Verrichtung von Sex gebraucht. Es hatte primär eine weitergehende Bedeutung und wird manchmal noch in anderen Zusammenhängen benutzt.

Herkunft

Nachweise für ficken im Sinne von „Geschlechtsverkehr“ begann erst im 16. Jahrhundert. Für die Gegenüberstellung in Frage kommen eine Reihe von Tätigkeitswörter fickfacken, fucken, facken, mit dem Sinn „schnell hin- und her bewegen“, „reiben“, „jucken“. Das englische Wort fuck ist in der Bedeutung ficken seit dem 15. Jahrhundert nachweisbar.

Herkunft des Wortes ficken





Die Intensiv-Gemination durch -ck- lässt desweiteren erahnen, dass es noch einen einfacheren, nichtgeminierten Stamm *fug hierfür gab, an den zB.: Poppen anknüpfbar wäre. Indogermanisch ging dem ein Stamm *peuk-/peug- „stechen“ voraus. Ebenfalls anknüpfbar wäre lateinisch figere „annageln, anheften, durchbohren, kreuzigen“, beziehungsweise dessen gr. Pendant θιγγάω thiggaō „umarmen, berühren, eheliche Gemeinschaft führen“.

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Die Semantik „stechen“ zeigt sich auch in der Kunst des Schmiedens; nach dem produzieren eines Schwertes, das zu diesem Zeitpunkt ganz durch Schlacke, Asche und Zunderreste verdreckt war, wurde ein Sack aus Sand an der Zimmerdecke hochgezogen und das Schwert hineingeführt. Aus dieser Hin und her Schwingen des Schwertes, also ficken, entstand die Bezeichnung des Berufes und daraus der Nachname Schwertfeger. Auf die Hin- und Herbewegung bezieht sich auch das Wort Fickmühle (Zwickmühle) und der im Raum Pfalz vorkommende Familienname Fickeisen (Bügeleisen).

Ebenfalls anzuschließen ist möglicherweise das in Familiennamen noch verbreitete Wort Ficke für „Kleider, Tasche“ (vulgär auch Fick, „Tasche“).

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Eine Gegenüberstellung hierzu ist auch das altgriechische Wort θήκη (théékee) „Behälter, Kasten, Aufbewahrungsort, Kiste“, dessen Sinn sich im neutestamentlichen Griechischen erst zu „Schwertscheide“ und im spätantiken Griechischen letztendlich zu „Tasche“ gewandelt.

Eine andere Entwicklung ist die Bedeutungswandlung zu „necken, aufziehen“ in der Lautgestalt foppen, fuchsen. (Vgl. hierzu auch die umgekehrte Veränderung beim ndl. neuken ficken, das an das deutsche necken anzuschließen ist.)

Eine weitere Semantik ist „mit Ruten hauen“. Noch 1906 befinden sich in einigen deutschsprachigen Wörterbüchern der Beispielsatz ein Kind ficken in der asexuellen Semantik „ein Kind schlagen, mit Ruten maßregeln“.

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Wo kommt der Begriff vor


Wie soviele Metaphern für den Geschlechtsakt wird der Begriff heute als freilich vulgäres, aber nicht zwingend negativ besetztes Wort im persönlichen Umgang benutzt.

Desweiteren wird das Wort auch benutzt, wenn eine besondere Intensität hervorgehoben werden soll:

„von jemandem gefickt werden“, kann heißen:
  • „von jemandem erwischt werden“
  • „von jemandem bestraft werden“
  • „von jemandem betrogen werden“
  • „von jemandem verprügelt werden“
  • „von jemanden übers Ohr gehauen werden“
  • „von jemandem besiegt werden“ („Ich habe dich gefickt")


  • In der Armee: „von einem Ausbilder durch besonders anstrengende körperliche Anstrengung geschunden werden“
  • und entsprechende Bedeutsamkeiten für die aktive Version „gefickt werden“ oder „jemanden ficken“.
  • Die Floskel „Fick dich ins Knie!“ bedeutet sinngemäß: „Mach doch, was du willst“ oder auch „Mach’s dir doch selbst“.
  • Bumsen wird auch des öfteren im Bezug mit Schimpfwörtern zum Ausdruck von Abneigung und Wut gegen Personen benutzt.


Die Anwendung sowie zum anderen die Tabuisierung des Wortes Vögeln sind sehr verschieden und hängen von der Kultur und der geographischen und zeitlichen Einordnung ab. Zum Beispiel schrieb am 12. Februar 2014 eine Jura Studentin an der Universität Potsdam unter ihre Klausur:

„Ich möchte mich hiermit bei Ihnen bedanken, dass Sie mich so sehr in den Arsch gefickt haben.“



Womit sie anscheinend ihren Missmut über die, ihrer Ansicht nach, unfaire Aufgaben zum Ausdruck bringen wollte. Der Professor, der die Aufgabe verfasst hatte, interpretierte dies jedoch als Beschimpfung und fühlte sich sexuell belästigt; er stellte Strafanzeige. Eine andere Ansicht äußerte die Gleichstellungsbeauftragte der Uni; die Aussage spiegele eine „Notsituation gepaart mit Existenzängsten wider“, die viele Studenten begegneten. Außerdem gefalle sich der Professor in seiner Rolle als Opfer, statt über den Anspannung nachzudenken, unter dem die Studentin womöglich stand.

Wo kommt Ficken vor





Die Anwendung der englischen Übersetzung fuck ist im angloamerikanischen Raum in der Standessprache besonders weiter verbreitet als Ficken im deutschen Raum; allerdings wird dort das Wort in so ziemlich allen Medien stark für tabu erklärt. Die Anwendung von fuck als Fluchbegriff kann man im Deutschen am ehesten mit der Benutzung des Fluchwortes „Scheiße“ vergleichen.

Das englische Wort fuck als Fluchbegriff findet im deutschen Raum zunehmend Anwendung. Analog dazu wird der im Englischen als Adjektiv benutzte Begriff fucking in dominanten Maße in der übersetzten Erscheinung verfickt in der deutschen Umgangssprache benutzt - zb: "Steig aus meinem verfickten Auto aus!".

Der Bergriff „fuck“ aus dem Englischen kann auch „verflucht“ oder „verdammt“ heißen, zB: What the Fuck! = Was zum Teufel!.

Somit hat der englische Begriff „fuck“ andere Semantiken. Es wird oft für Flüche aller Formen benutzt, so zB bei dem oft benutzten „Fuck off!“ – „Verpiss dich!“

Das Adjektiv „fickrich“ wird im Rheinischen für „nervös“ angewendet.

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